Studie bestätigt: Risiko für Schwangerschaftsvergiftung kann deutlich vermindert werden

Die derzeit einzige Behandlung der Präeklampsie („Schwangerschaftsvergiftung“) besteht in der Entbindung. Damit muss zum Schutz für die Mutter und das Kind. häufig eine Frühgeburt mit ihren Folgen in Kauf genommen werden. Aus diesem Grund wurde schon lange Zeit nach einer Prophylaxe für die Präeklampsie gesucht. Die ASPRE Studie hat untersucht, ob durch Gabe von Aspirin in niedriger Dosierung die Wahrscheinlichkeit an einer Präeklampsie  zu erkranken, vermindert werden kann. Die ersten Ergebnisse der Studie liegen nun vor und zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit für eine vorzeitige Entbindung vor der 34. Schwangerschaftswoche durch Gabe einer niedrigen Dosis von Aspirin um 80% vermindert werden kann. Auf Vorarlberg hochgerechnet bedeutet das, dass jährlich anstelle von ungefähr 70 Frauen nur mehr 16 Frauen infolge einer Präeklampsie vor der 34. SSW entbinden müssen. Voraussetzung für die Prophylaxe ist die Berechnung des Risikos für die Entwicklung einer Präeklampsie im Rahmen des Ersttrimestertests zwischen der 12. und 14. SSW mit Blut- und Ultraschalluntersuchung.  Damit kann man allein in Vorarlberg mehr als 50 Kindern und deren Eltern die Folgen einer schweren Frühgeburtlichkeit ersparen….