Ersttrimestersonographie

20wochenEine besondere Bedeutung hat die Ultraschalluntersuchung zwischen der 11+3 und 13+6 Schwangerschaftswoche. Bei dieser Untersuchung sehen wir nicht nur die Anzahl der Kinder, sondern können bei Mehrlingen auch genau feststellen, ob sie einen gemeinsamen Mutterkuchen haben - ein Befund, der für die weitere Schwangerschaftbetreuung äußerst wichtig ist. Außerdem kann zu dieser Zeit ein Teil möglicher Fehlbildungen ausgeschlossen werden, weil bereits alle Organe angelegt sind. Durch die Messung der Nackentransparenz, welche eine Flüssigkeitsansammlung im Bereich des Halses des Kindes ist, kann die Wahrscheinlichkeit für chromosomale Störungen berechnet werden. Zusätzlich zur Nackentransparenzmessung beurteilen wir das Nasenbein und den Blutfluss im Herzen (Tricuspidalklappe) und in einer Vene (Ductus venosus). Außerdem messen wir den FMF Winkel. Diese Befunde sind äußerst hilfreich bei der Entscheidung, ob eine Mutterkuchen- oder Fruchtwasserpunktion durchgeführt werden soll oder nicht.

Ein wesentlicher Bestandteil der Ersttrimestersonographie ist das Screening auf Schwangerschaftserkrankungen, die mit einem erhöhten Blutdruck einhergehen. Diese Erkrankungen machen häufig eine vorzeitige Entbindung mit den dadurch erwachsenden Problemen für das Kind erforderlich. Durch Messung des Blutflusses in den die Gebärmutter und damit den Mutterkuchen versorgenden Gefäßen und Bestimmung eines Blutwertes kann die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten dieser Erkrankungen berechnet werden. Diese Risikoabschätzung ist deshalb wichtig, weil es gut begründete Hinweise gibt, dass eine einfache Prophylaxe die Häufigkeit des Auftretens dieser Erkrankungen vermindern kann.