Slide background

Intrauterine Operationen

Bei manchen kindlichen Erkrankungen ist eine operative Behandlung während der Schwangerschaft sinnvoll, um die Prognose für die Kinder zu verbessern. Heute werden intrauterine Operationen im Wesentlichen bei Mehrlingsschwangerschaften und bei der Spina bifida („offener Rücken“) durchgeführt. Bei 15 % der Mehrlingsschwangerschaften, bei denen die Kinder einen gemeinsamen Mutterkuchen haben, kommt es über auf dem Mutterkuchen verlaufende Gefäße, die beide Kinder verbinden, zu einer Blutumverteilung zwischen den Kindern. Unbehandelt sterben mehr als 95 % dieser Kinder und von den überlebenden Kindern ist ungefähr die Hälfte behindert. Priv. Doz. Dr Matthias Scheier führt bei diesen Schwangerschaften die Lasertherapie an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Innsbruck durch. Durch diese Operation werden die Gefäße, die die Kinder verbinden, verödet. Nähere Informationen finden Sie hier.

Durch neuere Studien wurde gezeigt, dass doppelt soviel Kinder mit offenem Rücken, die bereits in der 19. bis 26. SSW operiert werden, ohne Hilfe gehen können wie Kinder, die erst nach der Geburt operiert wurden. Diese Operation kann die Lebensqualität der Kinder wesentlich verbessern. Wir führen bei diesen Schwangerschaften die entsprechende Diagnostik und Abklärung durch. Wenn für das betreffende Kind die Operation möglich ist, organisieren wir die weitere Behandlung an der Universitätsklinik in Zürich, die in Europa die führende Einrichtung für diese Operation ist.